Lebenshilfe feiert 50-jähriges Bestehen

Unter dem Motto „mehr Miteinander seit 50 Jahren“ feierte die Lebenshilfe ihr 50-jähriges Bestehen am Volksfestgelände der Messe Ried mit rund 3500 Bewohnern und Beschäftigten, Mitarbeitern, Vereinsmitgliedern, Wegbegleitern und Ehrengästen.

 

„Es hat sich bereits viel getan, aber es ist noch ein weiter Weg bis zum Ziel der Inklusion“, erklärt Helga Scheidl, Präsidentin der Lebenshilfe Oberösterreich. Seit ihrer Gründung im Jahr 1969 setzt sich die Lebenshilfe für die Selbstbestimmung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ein und strebt eine Gesellschaft an, in der alle Menschen gleichwertige Mitglieder sind. Was vor 50 Jahren als Elterninitiative in Zusammenarbeit mit Schuldirektoren und Sonderschullehrern begonnen wurde, ist nun zum größten Träger der OÖ Behindertenhilfe herangewachsen. Beinahe 1900 Menschen mit Beeinträchtigung werden flächendeckend in Oberösterreich begleitet.

 

„Das Jubiläumsfest bot die Gelegenheit, allen Wegbegleitern, Vereinsmitgliedern und Mitarbeitern, die Tag für Tag einen wichtigen Beitrag leisten, danke zu sagen“, erklärt Mag. Gerhard Scheinast, Geschäftsführer der Lebenshilfe Oberösterreich. Präsidentin Helga Scheidl richtet ihren Blick auch auf die Zukunft. „Wir haben bereits viel geschafft. Trotzdem sind wir noch lange nicht am Ziel einer inklusiven Gesellschaft. An einem Geburtstag darf man sich ja auch etwas wünschen. Ich wünsche mir, dass weitere dringend benötigte Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen werden“.

 

Ein heiteres Fest zum halben Jahrhundert

Ein weiteres Ziel war es, den begleiteten Menschen mit Beeinträchtigung eine heitere Feier zu bieten. Im Volksfestgelände in Ried wurde daher mit Musik und Tanz und mit Jahrmarkt-Charakter gefeiert. Als Gratulanten und Ehrengäste waren unter anderem Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer (iv. Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer), Nabg Thomas Dim, die Landtagsabgeordneten Ulrike Schwarz, Alfred Frauscher und Hans Hingsamer sowie Geschäftsführer von Lebenshilfe anderer Bundesländer und Geschäftsführer anderer Träger der OÖ Behindertenhilfe persönlich anwesend.

 

Bei der Ausrichtung der Jubiläumsfeierlichkeiten wurde die Lebenshilfe Oberösterreich unter anderem von der Stadt Ried, der Messie Ried sowie dem Festzeltbetreiber der Stützner GmbH, der Feuerwehr Ried, dem Roten Kreuz Ried, den Goldhaubenfrauen des Bezirkes, der Fußballakademie sowie den Pfadfindern und der Berufsschule Ried unterstützt.

 

Als nächste Veranstaltung im Jubiläumsjahr will die Lebenshilfe Oberösterreich am 13. September in Vöcklabruck den aktuellen Weltrekord der größten Tommel-Unterrichtseinheit brechen. „Der Weltrekordversuch wird ein weiteres Fest des Miteinanders. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung wollen gemeinsam etwas Großes schaffen. Jeder ist eingeladen, als Teilnehmer mit einer Djembe nach Vöcklabruck zu kommen und mitzuhelfen, den Weltrekord von England nach Vöcklabruck zu holen“, so Mag. Gerhard Scheinast.

  

Foto: Lebenshilfe Oberösterreich