Alpakahof Öller – Qualität aus Österreich

„Unsere Alpakawolle ist vom Vlies bis zur Verarbeitung und Veredelung ein 100%ig österreichisches Produkt“, betont Margit Öller, welches ohne Chemikalien gewaschen und verarbeitet wird. Das Tragen von Alpaka-Kleidungsstücken ist sowohl im Sommer als auch im Winter möglich. Foto: BZ/Öller

Die Alpakawolle zählt zu den wertvollsten und edelsten Naturfasern, die es auf der Welt gibt. Sie zeichnet sich durch Wärme und ihre seidig-weiche Textur aus und überzeugt darüber hinaus durch ihren einzigartigen Glanz. Um sich den extremen Lebensbedingungen ihrer Heimat anzupassen, haben die Alpakas ein unvergleichlich dichtes Fell entwickelt. - Kein Wunder also, dass dieses Naturprodukt auch Minusgraden strotzt. 

Margit Öller hat das Potenzial der Alpakawolle  für sich entdeckt und betreibt seit 2009 einen kleinen Familienbetrieb. Entstanden ist die Liebe zu den Tieren zunächst aus einer Not heraus. Denn das damalige Grundstück der Familie Öller war nicht nur weitläufig, sondern verfügte zudem über eine Hanglage, was das Mähen erschwerte sowie sehr zeitintensiv machte. 

Ziegen, Schafe und Hühner könnten hierbei Abhilfe schaffen, werden aber als Nutztiere in einem Wohngebiet nicht gestattet. Alpakas werden hingegen in Österreich als Haustiere eingestuft. So kam Familie Öller auf die Idee, sich die ursprünglich aus den Anden stammenden Tiere anzuschaffen. 

Die ersten zwei Alpakas wurden aus Peru eingeführt. Als Herdentiere vermissten Sie ihre Familie so sehr, dass weitere Alpakas angeschafft wurden. Jedes der Tiere hatte dabei seine ganz individuelle Fellfärbung.

Da die kamelartigen Tiere einmal im Jahr geschoren werden mussten, lag der Gedanke nahe, die unglaublich angenehme  Alpakawolle gemeinsam mit anderen Züchtern zu vermarkten bzw. diese zu edlen Stoffen und Decken  zu verarbeiten.

Margit Öller verdient ihren Lebensunterhalt eigentlich als Volksschullehrerin. Dort unterrichtet sie die Fächer textiles Werken, Ernährung und Haushalt. Mit der Alpakazucht hat sie sich nun ein zweites Standbein aufgebaut. Neben der eigenen Wollgewinnung sammelt sie die Alpakawolle von anderen Züchtern,  um diese  zu waschen und anschließend nach Qualitätsklasse zu sortieren. 

Die Geschäftspartner bekommen daraufhin eine Gutschrift/ein Guthaben. Margit Öller gibt die aufbereitete Wolle an heimische Produzenten weiter, welche die Wolle zu nutzbaren Produkten verarbeiten. 

Die Gutschrift/das Guthaben tauschen die Partner in fertige Alpakawollprodukte ein, die sie dann selbst auf Handwerksmärkten, Bauernmärkten, Christkindlmärkten und dergleichen verkaufen oder wie Margit Öller an Marktfahrer weiter geben können. 

Die einzigartige Textur und Zeichnung des Alpakafells macht diesen Rohstoff zu etwas ganz Besonderem. Die Felle werden daher naturbelassen. Geschoren werden die Tiere einmal im Jahr und zwar sobald es keine frostigen Nächte mehr gibt, das ist so Ende April/Anfang Mai. 

Im neuen Hofladen  der Margit Öller werden  naturbelassene Produkte aus Alpakawolle vertrieben. Aber auch Düngepellets aus Alpakawolle, die sich  für Obstgehölze, Ziergehölze, Gemüse sowie Topf- und Zierpflanzen eignen, können dort erworben werden. Der natürliche Dünger mit Langzeitwirkung ist ein Hit für jeden Garten. Foto: BZ/Öller

„Für Alpakafreunde gibt es auf Nachfrage laufend Verkaufstiere für Hobby- oder Zucht. Im Preis inkludiert sind Einschulung über Haltung sowie Zucht. Die Tiere werden nur halfterführig abgegeben,“ erklärt Frau Margit Öller. Auch über die Verarbeitungsmöglichkeiten der Wolle berät sie gerne.“  Foto: Öller


Pro Tier erhält man lediglich eineinhalb bis vier Kilogramm feinste Wolle. Die Schur dauert je nach Können des Scherers eine halbe bis eine Stunde. 

Im Sommer weiden die Alpakas auf großen Weideflächen rund um die neuerrichtete Landwirtschaft mit Hofladen und dem Familienhaus.

Sobald die kalte Jahreszeit beginnt, fahren die Tiere nämlich den Stoffwechsel herunter. Als Folge dessen werden sie sehr ruhig und bewegen sich weniger. Margit Öller füttert ihre Tiere dann mit Trockenfutter. Darum halten sich die Tiere während der Winterzeit lieber im Außengehege sowie den neuen Stallungen auf. 

Täglich verbringt sie über zwei Stunden im Stall mit den süßen Tieren. Diese sind weit mehr als nur Nutztiere für die Volksschullehrerin, sondern vollwertige Familienmitglieder. Natürlich kennt sie  jedes einzelne der über 40 Tiere (davon 13 Hengste sowie 27 Stuten mit Nachwuchs) beim Namen. Jedes der Alpakas ist ein Unikat, die Charaktere sind dabei so unterschiedlich wie die Fellzeichnung. 

Margit Öller begleitet ihre Haustiere durch alle Lebenslagen, sie nimmt den Körperbau und die Entwicklung genau unter die Lupe, denn nur die charakterstabilsten und mental sowie körperlich kräftigsten Tiere kommen für die weitere Züchtung in Frage. Außerdem werden immer wieder untrainierte Jungtiere aus anderen Höfen in Österreich, Deutschland oder der Schweiz angekauft und trainiert. Das soll unter anderem die Inzucht unter den Tieren vermeiden. 

 

Wissenswertes rund ums Alpaka

Vor etwa 5000 Jahren begann die Domestizierung des Alpakas. Seit jeher wird das Alpaka – im Gegensatz zum Lama, mit dem es vom Laien gern verwechselt wird – wegen seiner Wolle gezüchtet. Lamas hingegen dienen als Lasttiere, ähnlich wie Esel. 

Die weiche und wärmende Wolle wird seit jeher geschätzt, ein Alpakamantel galt zu Zeiten der Inkas gar als Zeichen für Wohlstand. 

Die ersten kommerziellen Importe von Alpakas nach Amerika, Australien und Europa liegen mehr als 30 Jahre zurück. In den USA gibt es gegenwärtig über 5.000 Züchter mit insgesamt ca. 150.000 Alpakas. In Australien sind es mittlerweile ca. 150.000 bis 200.000 Alpakas  - mit stark steigender Tendenz. 

Alpakas gehören zur Familie der Kamele und sind wie alle Vertreter dieser Art Herdentiere. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Auf einem Hektar Weidefläche können je nach Ertragssituation 10 bis 14 Alpakas gehalten werden. Als Unterstand oder Stall reicht ein trockener, windgeschützter, dreiseitig geschlossener Bereich. 

 

Was macht die Alpakawolle so besonders?

Die Alpakafaser gilt als Naturfaser mit einer weichen und seidig-glänzenden Struktur. Verglichen mit Schafswolle ist sie viel wärmer und  wesentlich feiner. Gleichzeitig isolieren die Fasern vor Kälte, sorgen so für Wohlsein an kalten Tagen und für einen Wärmeausgleich im Sommer.

Die antibakterielle Wirkung aufgrund des geringen Wollfettgehaltes macht Alpakawolle für Allergiker zur perfekten Wahl. Alpakawolle ist ein Qualitätsprodukt, das in 16 naturbelassenen Farbnuancen erhältlich ist. Zudem wartet sie mit ihrer Langlebigkeit auf und neigt nicht zu statischer Aufladung. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Fell Schmutz nur schwer aufnimmt und deshalb wesentlich weniger oft gereinigt werden muss. 

All diese positiven Eigenschaften macht Alpakawolle ökologisch besonders wertvoll.

Margit Öller verkauft ihre Wolle nicht nur weiter, sondern betreibt auch einen Hofladen im neu gebauten Familienhaus mit Stallungen für die Nutztiere und neuen Weideflächen - Öffnungszeiten n. tel. Vereinbarung. Dort werden unter anderem folgende Produkte vertrieben: Decken (Ganzjahr und Winter) und für Gitterbett und Wiegen, Matratzenauflagen, Schals, Schultertücher und Umhänge sowie Schuheinlagen, Sitzauflagen und gewebte Kuscheldecken in den Farben weiß, braun und grau. 

Schauen Sie doch einfach einmal vorbei und lassen Sie sich von den charmanten Herdentieren mit ihrer beruhigenden Ausstrahlung und den poppigen Frisuren verzaubern.

Alpakahof 

Qualität aus Österreich

Margit Öller

Feichten 13, 5144 St. Georgen am Fillmannsbach

Tel. 0660 / 3601606

www.alpakahof.sta.io   /   margitoeller@gmx.at