Berndorfer Gemeindeärztin baut Ärztezentrum

Das neue Ärztezentrum von Dr. med. univ. Andrea Kotulla-Starek (Allgemeinmedizin und Notärztin sowie Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin) in der Gemeinde Berndorf hat bereits die Pforten eröffnet. Die Physiotherapiepraxis nimmt ebenfalls schon Termine entgegen. Demnächst werden noch zwei neue Wahl-Fachärzte hier einziehen. Mehr Infos unter Tel. 06217/8480.       Foto: BZ Fürst 

Nach einer einjährigen Bauzeit war es kürzlich soweit. Dr. Andrea Kotulla-Starek konnte in die neu errichtete Arztpraxis in Berndorf einziehen. Die Einrichtung bietet Einblicke in das Leben der Ärztin, die 15 Jahre im Kongo verbrachte. 

Ihre soziale Einstellung wurde ihr praktisch in die Wiege gelegt. Ihr Vater selbst war als Anästhesist und Intensivarzt tätig und leitete über 25 Jahre eine Klinik im Kongo. 

Sie selbst dürfte ihre Kindheit und Jugendzeit die Entwicklungsarbeit Ihres Vaters begleiten. Gleich wenn man die neuen Räumlichkeiten betritt, fängt man die herzliche Atmosphäre ein, die prägend für ihre Zeit in Afrika ist.  

Besonders die historische Praxiseinrichtung ihres Vaters hat sie liebevoll restaurieren lassen. Diese sind nun schmucke und gleichzeitig nützliche Blickfänge in ihrer Ordination. 

Das Medizinstudium absolvierte Dr. med. Andrea Kotulla-Starek zur Gänze in  Innsbruck. Trotz eigener Praxis in Salzburg, reiste sie als Anästhesistin über Jahre mehrmals nach Afrika, um dort im Entwicklungsdienst zu helfen.

Ehe sie 2015 gänzlich als Gemeindeärztin nach Berndorf wechselte, sprang sie bereits regelmäßig als Vertretung für die damalige Hausärztin Dr. Annemarie Göbl-Huber ein. 

Die im Gemeindeamt untergebrachte Praxis wurde mit Bezug des Neubaus komplett aufgelöst.

Neben ihrer eigenen Arztpraxis ist Frau Dr. Andrea Kotulla-Starek zudem als Anästhesistin und Intensivmedizinerin im Krankenhaus Oberndorf tätig. 

Im Falle einer weiteren Abklärung oder wenn ein stationärer Aufenthalt nötig ist, werden die Patientinnen und Patienten in das Krankenhaus Oberndorf überwiesen. Dort kann sie sich nicht nur bestens mit ihren Kolleginnen und Kollegen über deren gesundheitlichen Belange austauschen, sondern auch die weitere Behandlung bei persönlichen Besuchen verfolgen.

 

Es entsteht ein Ärztezentrum in Berndorf

 

Beim Gespräch mit der Intensivmedizinerin wird deutlich, welche bereits wahrnehmbaren Auswirkungen der derzeitige Mangel an medizinischem Fachpersonal mit sich bringt: „Es fehlt einfach an allen Ecken und Enden an qualifiziertem Fachpersonal, so auch in der Krankenpflege. 

Das war mitunter ein Grund für den Neubau. Mein Ziel ist es eine wohnortnahe hochqualitative Versorgung aufzubauen. 

Zwei Physiotherapeuten sind bereits in ihre Räumlichkeiten tätig. Zwei weitere Kollegen – beide Wahlärzte – sollen künftig das Team ergänzen“, erklärt Kotulla-Starek ihre Motivation. 

Mit dieser Teamarbeit verschiedener Berufsgruppen im Ärztezentrum Berndorf wird eine umfassende und kontinuierliche Versorgung – von der medizinischen Diagnostik, Behandlung und der Betreuung chronisch kranker Menschen bis hin zur Gesundheitsförderung gesichert.

Zwei Physiotherapeuten bieten abwechselnd nach Verletzungen, Operationen oder Präventiv ein Behandlungskonzept an, das perfekt auf ihre persönlichen Anforderungen abgestimmt ist. Foto: BZ Fürst

Große Bereicherung für die Region

 

Die neue Arztpraxis verfügt zudem über eine eigene Hausapotheke. 

„Ich bin mir der großen Verantwortung einer Medikamentenausgabe durchaus bewusst. Aus diesem Grund sind die Räumlichkeiten auch sehr gut abgesichert und überwacht,“ erklärt die Gemeindeärztin. 

Sie kümmert sich um Patienten jeden Alters - von Säuglingen bis hin zu hochbetagten Personen. Neben Hausbesuchen ist sie darüber hinaus, im Zuge der Bereitschaftsdienste, für circa 30.000 Patienten in der Region verantwortlich.

Das Wohlergehen ihrer Patientinnen und Patienten ist für die Medizinerin mit einer großen sozialen Ader das Allerwichtigste: „Mir liegt es besonders am Herzen, die allerbeste medizinische Versorgung über die Gemeindegrenzen hinaus sicherzustellen,“ verspricht sie. 

Ein Nachfolger steht auch bereits fest. Kotulla-Stareks Sohn Felix studiert ebenfalls Medizin.

Auf diesem Wege möchte sich die Familie Kotulla-Starek ganz besonders bei der Baufirma und allen am baubeteiligten Firmen bedanken. Diese haben ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt.