Jetzt handeln – internationales Projekt zum Bienenschutz gestartet

 

Bild: v.l.n.r. Maike Büsch, M.Sc., RVFN, Dr. Wolfram Adelmann, ANL, Marion Müller, ifBi, Bgm. Franz Gangl, Dr. Klaus Mandery,

ifBi, Dr. Bernhard Hoiß, ANL.                                                                                                                                                        Foto: RVFN

Der Regionalverband Flachgau-Nord (RVFN) gab den Startschuss zum internationalen EuRegio Projekt „Regionen im Wandel – Mehr Raum für Bestäuber“. Die Projektpartner, der Regionalverband Flachgau-Nord und die bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL), besprachen dabei den weiteren Projektverlauf mit dem Auftragnehmer ifBi (Institut für Biodiversitätsinformation e.V.). 

 

Dringender Handlungsbedarf

 

Zu Recht ist das Insektensterben ein hochaktuelles Thema in Politik und Medien. Einzelne Artengruppen zeigen massive Verluste von bis zu 75%. Von unseren 585 heimischen Wildbienenarten sind über 52% bedroht. 

Insbesondere die Bestäuber sind essenziell für unsere Landwirtschaft: Rund 35% unserer Kulturpflanzen hängen von Insektenbestäubung ab - bei unseren Lebensmitteln liegt die direkte oder indirekte Abhängigkeit sogar bei über 50%. 

Darüber hinaus bietet eine artenreiche Insektenfauna einen natürlichen Schutz gegen Schädlinge und kann somit zu einer ökologischeren und ertragreicheren Landwirtschaft beitragen. 

„Bestäubende Insekten machen einen großen Teil unseres Lebens aus – dabei bleiben sie allerdings weitestgehend unsichtbar, sodass wir im Alltag kaum merken, wie wichtig sie für unser Überleben sind“ weiß Dr. Wolfram Adelmann von der ANL.

 

Intern. Bemühungen zum Schutz unserer Insektenfauna

 

Der Regionalverband Flachgau-Nord und die bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege haben den Handlungsbedarf erkannt und widmen sich gemeinsam einem grenzübergreifenden Projekt zum Schutz unserer Insektenfauna. 

Die Ziele sind vor allem die Erfassung von Bestäubern wie Wild- und Honigbienen, die Begeisterung der Bevölkerung für den Insektenschutz sowie die Förderung wichtiger Strukturen auf Landwirtschafts- und Gemeindeflächen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen von Interreg Bayern-Österreich.

Die Geschäftsführerin des Regionalverbands Maike Büsch, M.Sc. sieht „insbesondere die kleinmaßstäbigen Lebensraumansprüche von Insekten als Möglichkeit, durch geringen Aufwand einen größtmöglichen Erfolg im Sinne der Förderung und dem Schutz verschiedener Insektenarten zu erreichen.“

Verbandsobmann Bgm. Franz Gangl legt großen Wert auf die internationale Zusammenarbeit: „Das Insektensterben ist kein regionales, sondern ein globales Thema. Je mehr Menschen durch dieses Projekt erreicht werden können, desto größer wird die Außenwirkung sein – und das liegt uns besonders am Herzen.“