EuRegio Dialog: Oberfläche auf Metall – OTN in Elsbethen als innovativer Spezialist

Thomas Nussbaumer erläutert den Salzburger und bayerischen Gästen beim EuRegio Dialog

bei OTN in Elsbethen (Salzburger Flachgau) den Prozess der Galvanisierung anhand eines verzinkten

Materials, das für einen Kunden der Fahrzeugtechnik verzinkt wurde. Foto: EuRegio

Der sechste und letzte grenzüberschreitende Unternehmensbesuch im Rahmen des EuRegio

Dialogs 2019 führte kürzlich zur Firma OTN Galvanotechnik GmbH in Elsbethen (Salzburger

Flachgau). Die Gäste des EuRegio Dialogs erlebten eine junge, erst 2004 als StartUp gegründete Firma, die als Lohnveredelungsunternehmen für die metallverarbeitende Industrie tätig ist.

Zunächst stellte Elsbethens Bürgermeister Franz Tiefenbacher den Gästen seine Gemeinde vor, die mit über 5.500 Einwohnern ein auf Wohnen ausgerichteter Standort ist, dank einiger großer und namhafter Betriebe aber auf auch eine sehr positive wirtschaftliche Entwicklung verweisen kann. Mit EuRegio-GeschaÅNftsführer Steffen Rubach begrüsste dann Thomas Nussbaumer, Prokurist am OTN-Standort in Elsbethen, die Gäste und umriss die noch junge, aber sehr dynamisch verlaufende Entwicklung der OTN-Firmengruppe. 2004 in Oberösterreich (St. Georgen am Fillmannsbach) mit der mittlerweile größten Feuerverzinkerei Österreichs gestartet, kamen 2009 das Galvanische Verzinken in Elsbethen und 2013 das Nasslackbeschichten in Oberösterreich (Attnang-Puchheim) hinzu. Am Standort St. Georgen steht auch das Firmenwahrzeichen, eine ausgediente MiG21 aus dem Jahr 1969.

Thomas Nussbaumer erläuterte den interessierten Gästen dann die unterschiedlichen Methoden der Oberflächenbeschichtung auf Metall. Für den Standort Elsbethen steht dabei das Galvanisieren im Mittelpunkt. Bei diesem, in Elsbethen jederzeit und rund um die Uhr verfügbaren Prozess wird mittels Strom eine minimale Zinkschicht auf das Metall aufgebracht und schützt dieses dann insbesondere vor Korrosion. OTN hat dabei nicht das Massengeschäft in den Bereichen Automotive oder Medizin im Blick, sondern konzentriert sich auf den „Rest“ und bedient diesen dafür schnell, präzise und zuverlässig. In Summe, vom Privatmann, der z.B. ein metallenes Grabkreuz beschichten lassen will, bis zu vielen metallverarbeitenden Betrieben aus dem benachbarten bayerischen und Salzburg Umland, kommen so über 40.000 Aufträge in der gesamten Firmengruppe pro Jahr zusammen. Am Standort der OTN Galvanotechnik GmbH ermöglicht dies ein Wachstum auf inzwischen 20 Mitarbeiter. Ganz bewusst wird dabei auf eine ISO-Zertifizierung verzichtet, dafür können an allen Standorten die zu bearbeitenden Teile angeliefert werden, egal, welche Art der Beschichtung sie benötigen. Firmeninterne Rundtouren bringen die Teile zum „zuständigen“ Standort und nach Auftragsbearbeitung auch wieder zurück, so dass der Kunde kurze Wege hat.

Der Rundgang im Betrieb führte insbesondere in die neu errichtete Halle, wo die Gäste des Eu-Regio Dialogs den stark automatisierten Galvanisierungsprozess live erleben konnten. Betont wurde dabei auch die zuverlässige und flexible Auftragsabwicklung, die im Sinne einer Arbeitsteilung mit kurzen Wegen eine Stärke im EuRegio-Raum sei. Der abschließende Imbiss bot ausgezeichnete Möglichkeiten sich über Beschichtungstechniken auszutauschen und Kooperationen zu festigen oder neu anzudenken.