Mit Volldampf in Richtung Zukunft: In Michaelbeuern wird für die nächsten Generationen gebaut

Das Ergebnis des Vorzeige-Neubaus in Dorfbeuern nehmen die BesucherInnen als räumliches Erlebnis wahr. 

Der viergruppig konzipierte Kindergarten   wurde gänzlich in Massiv-Holzbauweise errichtet und kostete rund 2,3 Mio. Euro.

 

Offiziell eröffnet wird die ebenerdige und barrierefreie  Kinderbetreuungseinrichtung am 21. Oktober 2018 durch LRin Hutter.

Nach einer langwierigen Entscheidungsphase, hat man sich auf Anraten der Schulbehörde gegen einen Ausbau des Kindergartens in der Volksschule Michaelbeuern und für dessen Verlegung nach Dorfbeuern entschieden. Der alte Kindergarten war nur 2-gruppig konzipiert und bereits an seine seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. „Wenn der Neubau in Betrieb geht, haben wir endlch den entsprechenden, notwendigen Platz,“ freut sich Bürgermeister Adi Hinterhauser.

 

Schon bald nach Einreichung der ersten Erweiterungspläne zeigte die Beurteilung der Schulbehörde, dass im Hinblick auf das gemäßigte Wachstum der Gemeinde ein Kindergartenneubau zukunftsgerichteter wäre. Die Volksschule würde außerdem künftig selbst die freigewordenen Flächen benötigen - so die Prognose weiter. Die Krabbelgruppe, die bereits vier Jahre provisorisch in der Bücherei untergebracht war, sollte ebenfalls in den Neubau integriert werden. Somit konnte die Bücherei ebenfalls aufatmen – denn das bedeutet wieder mehr Platz. Und dieser wird definitiv benötigt: Die Entlehnungszahlen haben sich nämlich erfreulich gut entwickelt.

 

Gemeinde  als wachsender Bildungsstandort

Alleine in der Neuen Mittelschule der Benediktiner Abtei in Michaelbeuern werden an die 300 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Schulbildung hat bei den Benediktinern eine lange Tradition und schöpft aus den Werten, die im Kloster Jahrhunderte lang gelebt und bewahrt wurden. Grundlagen des heutigen Schulprofils sind Elemente des „MARCHTALER PLANES“. Viele Eltern der umliegenden Gemeinden im Innviertel und im Flachgau schätzen die pädagogische Philosophie, in der im vernetzten Unterricht über den Rand der einzelnen Fächer hinausgeschaut und das Ganze in seinen mannigfaltigen Zusammenhängen in das Blickfeld gerückt wird.

Das Tagesheim der Benediktinerabtei Michaelbeuern sieht sich als Partner der Eltern in der Erziehung der Kinder und unterstützt berufstätige Eltern, indem sie die Schüler und Schülerinnen während der Freizeit und Lernzeit umfassend betreut. Das Exerzitien- und Bildungshaus der Benediktinerabtei Michaelbeuern wird als ein Ort zum Auftanken darüber hinaus auch von der erwachsenen Bevölkerung angenommen.

 

Bildung fängt bei den Jüngsten der Gemeinde an

Die lange Tradition der Bildung, welche die Benediktiner bereits seit Jahrhunderten leben, wird auch an der Volksschule erfolgreich weitergeführt. Rund 70 Schüler und Schülerinnen besuchen selbige zurzeit – Tendenz steigend. Durch den Neubau des Kindergartens werden Räumlichkeiten frei, die wiederum der Schulnutzung zugute kommen. 

 

Der Neubau des Kindergartens

2016 wurde das Umwidmungsgesetz gestartet, sodass man auf dem gemeindeeigenen Grund in Dorfbeuern bauen durfte. Entstanden ist ein zukunftsorientierter, ebenerdiger Neubau in Massivholzbauweise auf rund 3.000 Quadratmetern Fläche. Für die 950 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten wählte man ein energieautarkes System für Heizung, Warmwasser und Elektrizität, damit der Betrieb möglichst kostensparend erfolgen kann. Das biogene Heizsystem – eine Wärmepumpe mit Tiefbohrung - war eine Entscheidung der Gemeinde. Die Photovoltaik-Anlage hingegen war Vorgabe der Behörde. Automatische Beschattung sowie eine automatische Be- und Entlüftung sorgen sowohl im Winter, als auch im Sommer für ein lernfreundliches Klima. Lediglich die Technik-räume wurden betoniert und verschwinden im Hang. Das gesamte Gebäude ist zudem mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Der Kindergarten ist unweit des Familienparks und der Pfarrkirche im Ortsteil Dorfbeuern gelegen und nahm, wie gewohnt, zwei Wochen nach Schulbeginn, am 17. September 2018, seinen Vollbetrieb auf. Insgesamt 60 Kinder starteten an diesem Tag in eine neue Ära. Vorerst  gibt es drei Gruppen inklusive alterserweiterter Gruppe. In dem eigentlich viergruppig konzipierten Kindergarten ist somit noch ausreichend Platz für eine weitere Kindergartengruppe. Die Räumlichkeiten des alten Kindergartens werden künftig für Teilungsräume, Musikerziehung, die Nachmittagsbetreuung oder als zusätzliche Klasse genutzt.

 

Offizielle Eröffnungsfeier am 21. Oktober

Von 7.00 bis 14.30 Uhr werden die Kinder von sechs Pädagoginnen sowie einer Helferin betreut. Ergänzt wird das kompetente und motivierte Team von zwei Putzkräften. Das Mittagessen wird von der Firma Gourmet geliefert. Am 21. Oktober findet dann die offizielle Eröffnung des Gebäudekomplexes mit Festakt statt. Die zuständige LRin Maria Hutter wird bei der Eröffnungsfeier teilnehmen.

 

Alle Baumaßnahmen am neuen Standort standen unter dem Motto „Nur das Beste für die Kinder“. So gibt es in dem neuen Kindergartengebäude eine Spürnasenecke sowie eine gänzlich moderne Einrichtung und einen neuen Spielplatz. Die barrierefreie Architektur wurde liebevoll und hell gestaltet und bietet somit die beste Atmosphäre für die Entwicklung der kleinsten Mitbürger. Insgesamt 2,3 Mio. Euro kostete der Neubau. 70 Prozent davon  werden aus dem Gemeindeausgleichsfonds gedeckt. 28.000 Euro erhielt man vom Kommunalen Investitionsgesetz. Eine Teilfinanzierung erfolgt zudem über Kredit- und Eigenmittel des Ortes selbst. 

 

Neuer Nahversorger und weitere Projekte

Nachdem in den letzten Jahren viele Geschäfte in Michaelbeuern schließen mussten, gibt es nun endlich wieder gute Neuigkeiten. Neben dem Neubau des Kindergartens freut man sich in Michaelbeuern ganz besonders über die Eröffnung eines Billa-Supermarktes noch im Herbst dieses Jahres. 

 

Nach vier Jahren ohne Einkaufsmöglichkeiten im Ort ist die Freude bei der Bevölkerung von Michaelbeuern und Dorfbeuern natürlich dementsprechend groß. Da sich der Supermarkt etwas außerhalb des Ortskerns befinden wird, lässt die Gemeinde extra einen beleuchteten Geh- und Radweg errichten. „Somit rückt der Markt näher ins Zentrum und kann ohne Auto erreicht werden“, erklärt Bürgermeister Hinterhauser. 

 

An die 20 neue Arbeitsplätze wurden auf diese Weise geschaffen. Aber das sind bei weitem nicht alle Neuheiten, die das nächste Jahr mit sich bringen wird. Nach einer Interessenerhebung wurde das neue Baulandmodell mit 29 Parzellen umgesetzt. Mehr als die Hälfte davon hat bereits Besitzer gefunden, wobei bei der Vergabe bevorzugt heimische Bewohner - darunter in erster Linie jungen Familien den Zuspruch erhielten.  

 

Ein weiterer Plan soll noch dieses Jahr umgesetzt werden: Im Baulandsicherungsmodell Stocklandweg wird noch heuer asphaltiert. Dann ist aber erstmals eine Verschnaufpause angesagt. „Man müsse erst einmal schauen, in welche Richtung sich das Budget entwickle“, meint Bürgermeister Hinterhauser. „In den letzten Jahren hat die Gemeinde an die fünf Millionen Euro in die Sanierung der Neuen Mittelschule, Kultur- und Vereinshaus, Straßen- und Retentionsbauten und weitere zukunftsweisende Projekte investiert.“

 

Bürgermeister Adolf Hinterhauser ist mit Leib und Seele in seinem Amt tätig. So nimmt er Anliegen der Leute persönlich entgegen und bearbeitet diese nicht nur innerhalb seines Amtes, sondern auch privat. Dieser Berufung mit all seiner  Aufgabenvielfalt und Verantwortung möchte er noch gerne eine weitere Legislaturperiode widmen.