2,5 Millionen Multiple-Sklerose-Patienten weltweit

Europaweit leiden ca. 700.000 Menschen an MS. Der von der Multiple Sclerosis International Federation initiierte „Welt-MS-Tag“ will auf die Krankheit aufmerksam machen – er findet seit 2009 jährlich am letzten Mittwoch im Mai statt.

 

Multiple Sklerose wird auch die `Krankheit der tausend Gesichter´ genannt, denn je nach betroffener Region im Gehirn sind die Symptome unterschiedlich und entsprechend vielfältig: Verstärkter Harndrang, starke Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Lähmungen, Sehstörungen, Bewegungsstörungen oder auch Gleichgewichtsstörungen!“, erklärt Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von TV-Wartezimmer. Falsch programmierte Immunzellen überwinden die normalerweise undurchlässige Blut-Hirn-Schranke, dringen ins Gehirn ein und greifen dort unter anderem die Hüllschicht der Nervenfasern an.

 

Somit können die betroffenen Zellen Nervenimpulse dann nicht mehr richtig weiterleiten. Die Beschwerden treten meist schubförmig auf  und können sich ganz oder teilweise zurückbilden. Bis zum nächsten „Schub“ können dann wieder Wochen, Monate oder sogar Jahre vergehen. Chronisch fortschreitende Krankheitsverläufe ohne Schübe sind aber auch möglich. Die Diagnose erfolgt mit Hilfe mehrerer neurologischer Untersuchungen: Der Reizung von einzelnen Sinnesorganen und Messung der Leitungsgeschwindigkeit („evozierte Potentiale“), der Magnetresonanztomographie, die Entzündungen und Vernarbungen erkennt, sowie der Untersuchung des Nervenwassers (Lumbalpunktion) auf Hinweis MS-

typischer Antikörper. Die Basistherapie soll die Entstehung weiterer Entzündungsherde verhindern.