Erbhof Hainzlbauer baut komfortablen Rinderlaufstall

Seit 1439 existiert der Erbhof des Hainzlbauern in Lamprechtshausen. Der Hof wird bereits in 16. Generation von Johann Stampfl geführt, der das landwirtschaftliche Gut kürzlich von seinem Vater Leonard übernommen hat. 

 

Der gelernte Landmaschinentechniker hat dafür seinen Beruf an den Nagel gehängt, um sich voll und ganz auf den landwirtschaftlichen Betrieb konzentrieren zu können. Die Familie hat sich auf die Haltung von Heumilchkühen spezialisiert und dafür in einen modernen 700 m2 großen Laufstall investiert, der seit August diesen Jahres den alten Anbindestall ersetzt. Der neue großzügig geplante Stall erhöht dabei nicht nur den Komfort für die Tiere sowie die Qualität der Milch, sondern ist auch optisch äußerst gut gelungen. 

 

Der Rinderlaufstall, welcher von Johann Stampfl persönlich geplant und durch die tatkräftige Unterstützung der Firma Wolf Systembau realisiert wurde, hält modernsten Anforderungen stand. Das neue Stallgebäude bietet ausreichend Platz für insgesamt 36 Kühe, darunter Fress- und Liegeplätze. Zurzeit hält der Milchviehbetrieb zwar nicht so viele Tiere, aber Familie Stampfl wollte sich die Möglichkeit offen halten, durch Nachzucht diese Zahl zu erreichen. So verfügt er über extra breite Laufgänge, welche die gängige EU-Norm sogar übertreffen, und eine vollautomatische Melkmaschine mit Side-by-Side-System. Dieses hat den Vorteil, dass pro Melkvorgang acht Kühe platzsparend nebeneinander stehen und gleichzeitig sicher fixiert werden können. 

 

Zudem bietet dieses fortschrittliche Melksystem einen optimierten Zugang zum Euter der Milchkühe, der von hinten erfolgt. Sowohl die Landwirte als auch die Tiere profitieren vom sauberen und zugleich stressfreien Melkvorgang. Auf diese Weise produziert der Milchviehbetrieb „Am Spöckelberg in Niederarnsdorf“ etwa 160.000 kg Heumilch pro Jahr. Um die Qualität und die Hygiene der Milchproduktion sicherzustellen, wird die Heumilch sofort nach dem Melkvorgang auf 4 Grad gekühlt. Die Entleerung der Milchcontainer durch Salzburg Milch erfolgt täglich. 

Die Kühe bekommen ausschließlich Heu aus eigener Produktion im Winter sowie frisches Gras im Sommer gemischt mit Heu und Kraftfutter. Das Kraftfutter können sich die Tiere aus dem vollautomatischen Kraftfutterautomaten 24 Stunden am Tag holen. Dabei wird die richtige Fressmenge individuell auf die Kühe abgestimmt. Neben der nötigen Ruhe und weniger Stress für das Vieh war Arbeitsersparnis bei der Planung ein wichtiges Kriterium. All das zu realisieren, ist den Eigentümern mit Bravour gelungen.

 

Das neue Stallgebäude besticht durch eine helle und freundliche Atmosphäre mit viel Tageslicht, was  zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Tiere entscheidend beiträgt. Zudem gewährleistet die perfektionierte Bauweise sowohl im Sommer als auch im Winter ein angenehmes Klima. Während der Melkstand im Sommer angenehm kühl ist, sorgt eine Bedachung im Winter für die nötige Wärme. Für die Entmistung des Stallgebäudes sorgen zwei Entmistungsschieber mit Seil. Die so entstehende Gülle wird nach Vorschrift am eigenen Betrieb als Dünger angewandt. 

Familie Stampfl zeigt mit dem topmodernen Kuhstall, wie sich praktikable Lösungen umsetzen lassen. Familie Stampfl ist sehr dankbar für das gute Einvernehmen mit dem Nachbarn, der das Projekt erst möglich gemacht hat. Diese haben mit den Stampfls Grund getauscht. Erst dadurch konnte der Platz für den großzügigen Kuhstall geschaffen werden. Mit der großen Investitionsentscheidung für den neuen Stall ist den Landwirten ein großer Schritt gelungen, der die Weichen für eine erfolgreiche Betriebsentwicklung auch für die Nachfolgegenerationen stellt.  

Der Erbhof liefert seine Heumilch ausschließlich an Salzburg Milch. Mit nur 3 % Marktanteil in Europa gilt Heumilch, deren Herstellung die ursprünglichste Form der Milchgewinnung ist, nämlich als Nischenprodukt, das durch seinen milden PH-Wert  besonders verträglich ist. 

Die besonders schonende Wirtschaftsweise wirkt sich positiv auf die Umwelt und den Erhalt der Artenvielfalt aus.

Foto: © BZ