Schunk Group investiert € 8 Mio. in  Produktionsgebäude in Nußdorf b. Sbg.

Das Unternehmen Schunk Transit Systems GmbH errichtet im Moment ein neues Produktions-und Entwicklungswerk mit Büro in Weitwörth-Nußdorf bei Salzburg. Bislang war die österreichische Niederlassung des international agierenden Unternehmens mit weltweit mehr als 8500 Mitarbeitern in Bergheim untergebracht. 

Rund acht Millionen Euro lässt sich die Schunk Group das über 3.100 Quadratmeter große Gebäude im Gewerbegebiet Weitwörth in Nußdorf am Haunsberg kosten. 

Entstehen wird ein globales, hochmodernes Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion von Bahnstromabnehmern. 

Das Gewerbegebiet konnte sich gegen über 10 weitere infrage kommende Grundstücke  wegen der ansprechenden Verkehrsanbindung und des guten Einvernehmens mit Grundverkäufer Franz-Josef Auers-perg-Trautson durchsetzen. 

 

Eine Stätte für Forschung und Entwicklung

 

Damit will der Betrieb die Innovationskraft von Schunk für die Mobilität der Zukunft unterstreichen und der Internationalisierung des Geschäftes gerecht werden. 

Schunk Transit Systems GmbH - einer der führenden Hersteller von Bahnstromabnehmern - hat seinen Hauptsitz in Deutschland. 

Der Konzern stellt die Verbindung zwischen Zügen und der stromführenden Oberleitung her – im Straßenbahnbetrieb ebenso wie auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke. 

Wichtig ist dabei, dass der Stromfluss nicht unterbrochen wird, denn sonst bleibt der Zug stehen. Das verhindern das ausgefeilte, auf jahrzehntelanger Erfahrung basierende Design der Stromabnehmer und die überragenden Eigenschaften der Schleifleisten aus Kohlenstoff – ein Werkstoff, der das Steckenpferd des Unternehmens darstellt.

Dank der Stromabnehmer von Schunk Bahn- und Industrietechnik bleiben die Züge stets in Bewegung, selbst unter härtesten Bedingungen. Aus diesem Grund gehört die Riege der großen Hersteller von Zügen beziehungsweise Schienenfahrzeugen zu den Kunden von Schunk.

 

Investition als Signal an den Standort

 

In den bisherigen angemieteten Räumlichkeiten in Bergheim ist die Kapazitätsgrenze erreicht und ein innovationsbringender Ausbau nicht möglich. In den letzten Jahren ist die Schunk Bahn- und Industrietechnik beständig gewachsen. Diesem Umstand wird ab Frühsommer nächsten Jahres mit dem zeitgemäßen Firmengebäude im Gewerbegebiet Weitwörth-Nußdorf Rechnung getragen. 

Das Unternehmen rechnet fest damit, dass die Herausforderungen des Marktes auch in Zukunft weiter wachsen werden. Zu diesem Zweck sucht das Unternehmen bis zur offiziellen Eröffnung, die voraussichtlich im Mai oder Juni 2020 stattfinden wird, zu den bereits rund 50 Mitarbeitern noch 15 Mitarbeiter in den Bereichen Mechatronik, Elektrotechnik, Mechanik und Maschinenbau sowie Projektmanagement. Der Neubau in Weitwörth-Nußdorf bietet zudem genügend Ausbaumöglichkeiten für künftiges Wachstum. 

 

Seit über 70 Jahren im Salzburger Land

 

Die heutige Schunk Transit Systems GmbH wurde 1947 durch den Unternehmer DI Karl Wanisch als Handelsunternehmen für Oberleitungskomponenten gegründet. 

1965 wurde das Unternehmen in Eisenbahntechnische Konstruktion GmbH umbenannt. Später wurde das Produktprogramm durch die Konstruktion und Entwicklung von Stromabnehmern erweitert. 

Seit 1987 gehört das Unternehmen zur Schunk Group. Seitdem haben sich der Umsatz und die Beschäftigtenzahl nahezu verzehnfacht. 

 

Qualität statt Quantität

 

Die Philosophie der Firma liegt  ganz klar auf dem Credo „Qualität statt Quantität“. Es werden keine Dumpingpreise angeboten, sondern ausschließlich beste Ware zu einem hervorragenden Preis- Leistungsverhältnis. Auch bei den Mitarbeitern werden keinerlei Kompromisse geschlossen. 

Jährlich investiert Schunk etwa 100.000.000 Euro in seine Belegschaft. Die Ausbildung selbiger sowie die Forschung und die Entwicklung können als Eckpfeiler des Unternehmens bezeichnet werden. 

 

Production Excellence am neuen Standort

 

„Production Excellence“ bezeichnet die Nutzung modernster Methoden der Produktionssteuerung. Am neuen Standort – dem Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Stromabnehmern – kann dieses Konzept nun endlich umgesetzt werden. 

Das Design für alle neuen Projekte, auch wenn diese von anderen Schunk Gesellschaften in China, Indien, USA, Brasilien, Spanien und Schweden betreut werden, erfolgt künftig im Salzburger Land. 

 

Eine Zeitkapsel mit Memoiren für künftige Generationen 

 

Anstelle eines typischen Spatenstichs hat man sich in Nußdorf etwas ganz Besonderes ausgedacht. Um ein Erinnerungsstück für die Zukunft zu schaffen, wurde eine Art Zeitkapsel im Inneren des Grundrisses eingemauert. Diese fungiert als Zeugnis der Geschichte des Traditionsunternehmens und soll den Nachfahren zeigen, was während des Spatenstichs passiert ist. 

Sie beinhaltet sowohl eine Tageszeitung, einen Münzsatz, Kopien der Redner, das Programm der Veranstaltung sowie eine Übersicht über die Gäste, als auch ein Exemplar der Firmenzeitung Schunkreport, den Plan und die Ansicht des Gebäudes. 

 

Foto: BZ