Teilnehmerrekord beim 8. Spendenlauf rund um den Kirchdorfer Waldsee.

Foto: Ralf Bödeker

1.673 Schüler und Schülerinnen, Läufer und Walker drehten am 3. Juli beim 8. Spendenlauf „Lauf für uns“ über 6.180 Runden rund um den Waldsee in Kirchdorf. Dass sich die Teilnehmerzahl jedes Jahr erhöht hat, ist umso erstaunlicher, da es bei diesem Lauf nicht um Bestzeiten oder Spitzenleistung geht, sondern das Miteinander und das Helfen im Vordergrund steht: Bei sonnigem, aber nicht zu heißem Wetter war das Teilnehmerfeld bereits am Vormittag wieder bunt gemischt: Von den Kleinsten, die von ihren Müttern getragen oder im Kinderwagen geschoben wurden, über die Kinder des Kindergartens Dreifaltigkeit in Simbach, den Grund- und Mittelschülern aus Marktl, Simbach, Kirchdorf, Tann, Pfarrkirchen, Ranshofen und Braunau, dem Gymnasium Simbach, den Schüler/innen der HLW und HTL Braunau, bis hin zu den Klienten und Mitarbeitern der Lebenshilfe Braunau.

Diese überraschten dieses Jahr mit ihren mitgebrachten Trommeln und untermalten die Veranstaltung musikalisch.

Und auch hier zeigte sich, dass es um das Miteinander geht:  Spontan mischten sich afrikanische Flüchtlinge, die jedes Jahr bei der Getränkeausgabe und beim Aufbau mithelfen, und Schüler unter die Musiker und trommelten gemeinsam.  Am Nachmittag bildeten dann Familien, Firmenlaufgruppen, der Chor aus Mitterskirchen, der Frauenbund Seibersdorf, Walkinggruppen und zahlreiche durchaus sportlich ambitionierte Läufer aus Nah und Fern ein wieder ganz neues Teilnehmerfeld und so wurden ganz „nebenbei“ Marathondimensionen von 20 bzw.  40 km gelaufen und gewalkt.

 

„Dass diese große Menge von Menschen reibungslos ihre Runden drehen kann, ist nur durch eine vielköpfige Anzahl von Mithelfern möglich“, so Marianne Reichhart-Plank, eine der Initiatorinnen des Spendenlaufes der SLW Ugandahilfe Bayern und Tirol e. V.  „Ohne die Unterstützung des Zweckverbandes, der Wasserwacht, des BRK, den Fischern vor Ort und vielen Freiwilligen wäre der Lauf in dieser Größe gar nicht durchzuführen“, ergänzt sie. 

Zum ersten Mal mit im Helferteam waren dieses Jahr Lena Jetzinger, Anna Katits und Lena Zierhut von der HLW Braunau. Die drei jungen Frauen haben heuer im Rahmen ihrer Diplomarbeit die Verpflegung der Läufer mit Brötchen, Melonen und Kuchen organisiert und voller Begeisterung den ganzen Tag am Verpflegungsstand mitgearbeitet. „Wir haben beeindruckende Momente erlebt. Bei der großen Auswahl an Essen war die Freude der Kinder zu sehen. Da macht es Spaß, anderen zu helfen“ , berichteten sie begeistert und fuhren fort: „Wir sind ganz überrascht, wer alles mit dabei ist: von der jüngste Teilnehmerin, die erst 4 Monate alt ist, hin bis zur Ältesten, die mit 84 Jahren mit ihrem Rollator drei Runden bewältigte!“ Der Großteil der Kuchen, die bei den Kindern neben unzähligen Melonenstücken reißenden Absatz fanden, wurde von ihren Mitschüler/innen der HLW Braunau gespendet. Zum Schutz der Umwelt und im Sinne der Nachhaltigkeit wurden heuer zum ersten Mal abbaubare Plastikbecher an den Trinkstationen benutzt.

 

Zu Gute kommen die Erlöse, die die zahlreichen Teilnehmer durch ihre Runden erlaufen haben, wieder dem Kinderheim St. Clare in Uganda. Dort leben zirka 140 Voll- oder Halbwaisen, deren Lebenssituation durch den Aufbau einer Bewässerungsanlage für die eigene Landwirtschaft, die Anschaffung eines Autos und die Bereitstellung von Schulgeldern verbessert werden kann.