Richtig Wandern mit Babys und Kleinkindern

 

Bei einer geplanten Mutter-Kind-Tour fehlt der Träger für das zusätzliche Gepäck. Mit Kind, Verpflegung, Kinder- und Wechselklamotten, Sonnenschutz usw. hat die Frau um einiges mehr zu tragen, als nur eine Umhänge- oder Bauchtasche. Foto: Naturfreunde Salzburg

Andere Rahmenbedingungen mit Baby und Kleinkind

„Auch erfahrene FreizeitsportlerInnen und AlpinistInnen sind mit einer neuen Situation konfrontiert, wenn ein Ausflug oder eine idyllische Kurz-Wanderung mit Babys und Kleinkindern am Programm steht“, weiß Naturfreunde-Vorsitzende Sophia Burtscher, selbst Mutter von zwei kleinen Buben. Planung, Vorbereitung und die Wanderung selbst schauen plötzlich ganz anders aus. Hochalpine Ausflüge sind bereits für Erwachsene logistisch eine große Herausforderung - aber mit Kindern umso anstregender, weshalb sich auch passionierte Wanderer mit den Kindern einschränken.

Dennoch möchte man nicht ständig den selben Trampelpfad mit dem Kinderwagen abfahren und selbst ausgedehnte Spaziergänge ohne Höhendistanz machen mit der Zeit keinen Spaß mehr. Aber, vor der  ersten Wanderung  in die Berge steht weniger das Kind als limitierender Faktor im Weg als die Frage, ob die Mama nach der Geburt schon wieder fit genug ist und sich mit der jungen Familie auf ein Abenteuer in den Alpenraum einlassen möchte.

 

Wie transportiert man die Kleinsten beim Wandern?

Weniger Wochen junge Babies sind aufgrund des besseren Schutzes für den Kopf-Hals-Bereich lieber im Tragetuch zu transportieren. Als Alternative zum Tuch kommen auch verschiedene Babytragen für den Einsatz am Berg in Frage. TrageberaterInnen können professionelle und kompetente Auskunft über Vor- und Nachteile der einzelnen Tragen bzw Kinderkraxen erteilen, verschiedene Bindeweisen mit dem Tragetuch vermitteln, wie auch gängige Tragehilfen einstellen und für lange Ausflüge optimieren. 

 

TrageberaterInnen in Ihrer Nähe finden Sie auf folgender Webseite: www.trageschule.com

 

Vorab einige Tipps: eine Buckelkraxe ist als Bergsportausrüstung konzipiert und deshalb ebensowenig für den alltäglichen Gebrauch gedacht wie die festen Bergstiefel. Aus diesem Grund sollte ein Kind vor der ersten Tour in der Buckelkraxe so lange aus eigener Kraft frei sitzen können, wie die erwarteten Gehzeiten auf der Wanderung sind. Bei größeren und bereits mobilen Kleinkindern, die streckenweise selbst wandern können, ist das Hop-on/Hop-off-Prinzip sehr beliebt.

 

Wanderbekleidung für Groß und Klein

Baumwolle ist aufgrund der hohen Feuchtigkeitsaufnahme und des schlechten Trocknungsverhaltens zum Wandern ungeeignet. In der Regel haben Erwachsene ein kleines Sortiment an funktionaler Bergsportbekleidung aus Kunstfasern und/oder Wolle im Schrank. 

Doch braucht ein Baby auf seiner ersten Wanderung auch schon Funktionsbekleidung? In der Regel gibt es diese erst ab Größe 80. Für den Anfang reichen Gewandstücke aus Merino bzw. Wolle und Seide. Darüber hinaus benötigen auch Babys eine warme Jacke, Regenbekleidung und gegebenenfalls eine wärmere Überhose für die Gipfelrast.  

Die zarte Haut Ihres Babys kann leicht einen Sonnenbrand bekommen und muss vor der intensiven Sonneneinstrahlung mit einer guten Sonnencreme geschützt werden. Nur zehn bis 15 Minuten ungeschützt in der Sonne genügen, um die Haut von Babys zu verbrennen.

 

Die Naturfreunde Salzburg bieten selbst bis in den Herbst hinein viele Familienwanderungen an. Programme und Infos finden Sie auf der Webseite: http://salzburg.naturfreunde.at