Die Wasserhygiene beginnt beim Hausbau

V.l.n.r.: Christian Wimberger (Geschäftsführer WimbergerHaus), Herbert Wimberger (Präsident FORUM Wasserhygiene) und Michael Holter (Geschäftsführer Fritz Holter GmbH) setzen sich gemeinsam für die Trinkwasserhygiene ein. Foto: © Gregor Hartl / FORUM Wasserhygiene

Gegenüber vielen anderen Ländern deckt Österreich seinen Bedarf an Trinkwasser fast zur Gänze aus geschützten Grundwasservorkommen. Das  Regenwasser wird mit dem Sickern durch Bodenschichten mikrobiologisch gereinigt und gelangt als Trinkwasser naturbelassen und mit durchwegs ausgezeichneter Qualität zu den VerbraucherInnen. Abhängig von der Gesteinsstruktur  und Region führt unser Wasser in unterschiedlicher Konzentration und Zusammensetzung wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente. Für die gesundheitliche Unbedenklichkeit sorgen das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz sowie eine strenge Trinkwasserverordnung. 

 

Nicht immer erreicht das qualitativ einwandfreie Trinkwasser auch die Endverbraucher im bewohnten Haus. Wird Trinkwasser über längere Zeit nicht genutzt, können Mikrobiologische Belastungen wie Bakterien, Viren, Pilze und Sporen im Trinkwasserinstallationssystem oder in der Trinkwasseraufbereitung die Gesundheit der Bewohner gefährden.

 

Auch eine nicht fachgerecht installierte,  gewartete und betriebene  Trinkwasseranlage  kann das Trinkwasser im Gebäude verkeimen. Zudem können durch Reparaturen, Sanierungen und Neuanschlüsse Schmutzpartikel wie Sand oder Rost in das Rohrleitungssystem gelangen und dies mit fatalen Folgen: Die Teilchen greifen häufig die Leitungen an und sind Ursache für tropfende Wasserhähne, blockierte Waschmaschinen-Ventile und sogar Rohrbrüche. 

„Ein Problembewusstsein für die Trinkwasserhygiene ist in Österreich leider nur mangelhaft vorhanden“, stellt KR Herbert Wimberger, Präsident des FORUM Wasserhygiene, alarmierend fest. Denn laut einer aktuellen Umfrage wissen 60 % der Österreicher nicht, dass Wasser verderben kann, und 80 % warten ihre Trinkwasserinstallation nicht regelmäßig. 

Die neue Trinkwasserverordnung, die seit 1. Jänner 2018 in Kraft ist, fordert mit der Risikobewertung einen hygienisch einwandfreien Betrieb von Trinkwasseranlagen, was erheblich zur Qualitätssicherung des Trinkwassers im Gebäude beiträgt. 

 

Trinkwasserhygiene als Chance

Der Sanitär- und Heizungsgroßhandel Holter hat das Zukunftsthema Trinkwasser erkannt und ist dem FORUM Wasserhygiene als Unterstützer beigetreten. Gemeinsam wollen die Kooperationspartner die Bewusstseinsbildung für Trinkwasserhygiene aktiv forcieren. „Die Entscheidung welches Rohr wie in welcher Wand verlegt wird, ist ein entscheidender Qualitätsfaktor, erklärt Geschäftsführer Michael Holter die Beweggründe für die Kooperation. Der Einsatz von geprüften Werkstoffen, einer am Stand der Technik befindlichen Verlegungstechnik und Beachtung der Umfeldfaktoren sowie Einhaltung der Wartung sind die Voraussetzung für die Qualitätssicherung des Trinkwassers im Gebäude. So kann die Gesundheit geschützt und die Rechtssicherheit unterstützt werden.