Es summt und brummt, grünt und blüht: „Artenvielfalt auf meinem Betrieb“ WOERLE unterstützt Aufklärungsprojekt für Landwirte

Setzen sich gemeinsam für die Artenvielfalt ein: Konrad Steiner (wissenschaftlicher Berater von Woerle), Gerrit Woerle (Geschäftsbereichsleiter Strategie) und Heumilchbauer Johann Rillinger aus Oberhofen.
Foto: Woerle 

Der Henndorfer Familienbetrieb Woerle nimmt schon seit jeher seine Verantwortung im Sinne von nachhaltigem Wirtschaften ernst. Dazu gehört auch ein sensibler Umgang mit den Ressourcen und der Natur – mit Tieren und Pflanzen, die einen großen Einfluss auf Kreisläufe und letztlich auch auf die Lebensqualität der Menschen haben. Mit den Erkenntnissen des von WOERLE unterstützten, zweijährigen Forschungsprojektes rund um Wildbienen, bei dem gemeinsam mit der Universität Salzburg die Bedeutung von Randstrukturen für die Diversität bestimmt wurde, geht es jetzt an die Umsetzung. „Unsere Woerle-Bauern sind herzlich eingeladen, die Ergebnisse des Bienenprojektes in die Praxis umzusetzen. Schritt für Schritt und ohne Zwang, aber sicherlich mit einem schönen Erfolg. Denn allein, wenn man Wiesenrandstrukturen, vergessene Böschungen, Altholzhaufen oder trockene Gstetten verwildert stehen lässt, schafft man neue Lebensräume für ein großes Spektrum an Insekten und Pflanzen“, weiß Gerrit Woerle, Geschäftsbereichsleiter Strategie.

 

Niederschwellige Beratung von Landwirt zu Landwirt

Im Rahmen eines Pilotprojektes des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik (ÖKL) und Landentwicklung namens „Vielfalt auf meinem Betrieb – von Bäuerin zu Bäuerin, von Bauer zu Bauer“ engagiert sich Woerle in der Verbreitung dieses Wissens. Speziell geschulte „BiodiversitätsvermittlerInnen“, die selbst Bäuerinnen und Bauern sind, besuchen ihre Berufskollegen und erstellen bei einer kostenlosen und freiwilligen Betriebsbesichtigung ein individuelles Biodiversitäts-Portfolio. So kann die bestehende Artenvielfalt – Woerle-Bauern sind ja bereits besonders naturverbunden – mit einfachsten Maßnahmen weiter gefördert werden. „Biodiversität sorgt für bestes Futter für die Heumilchkühe und in Folge für besten Käsegeschmack bei unseren Heumilch-Spezialitäten. So ist es eine logische Folge, dass wir darauf großes Augenmerk legen, um unsere Woerle-Bauern und die Konsumenten für das Thema zu sensibilisieren. Unsere Landwirte können stolz sein, wenn sie die Artenvielfalt fördern, und gleichzeitig können sie sich durch das ‚Nichtbewirtschaften“ einzelner Flächen auch Arbeit sparen“, so Woerle.

 

Ein Mehrwert für uns und unsere zukünftigen Generationen

Mit kleinen Bewirtschaftungsveränderungen lässt sich Großes bewirken: „Ungepflegte Gstetten bilden beispielsweise einen geeigneten Lebensraum für Laufkäfer, die unter anderem Engerlinge oder Schnecken bekämpfen. So frisst die Larve des kleinen Glühwürmchen durchaus mal eine Spanische Wegschnecke“, erläutert Konrad Steiner, wissenschaftlicher Berater von Woerle und Lehrer an der HBLA Ursprung.

 

Gerrit Woerle weist vor allem auf die Bedeutung des respektvollen Umgangs mit Umwelt, Mensch und Tier hin, wenn es um die Lebensbedingungen für jetzt sowie künftige Generationen geht: „Das Unternehmen Woerle steht als Familienunternehmen für vergangene und zukünftige Generationen. Unsere Zielvision ist es, uns – unter Berücksichtigung individueller Gegebenheiten –  gemeinsam mit unseren Landwirten über die nächsten Jahre nachhaltiger zu entwickeln und dadurch einen Mehrwert für unsere kleinstrukturierten Bauernhöfe und unsere regionale Wirtschaft zu schaffen. Unser Projekt startet gerade mit besonderem Augenmerk auf die Erhaltung der Artenvielfalt und beschäftigt sich zunehmend mit Klimaschutz, Tierwohl und uns Menschen.“