Job & Karriere

 

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Kurz Notiert

 

Eggelsberg: ABB baut den Standort um 100 Mio. Euro aus 

Ulrich Spiesshofer, CEO des Schweizer Technologiekonzerns ABB präsentierte kürzlich ein gewaltiges Investitionspaket. An dem vor gut einem Jahr übernommenen Standort des Automations-Spezialisten B&R (Bernecker & Rainer) in Eggelsberg (Bezirk Braunau) soll ein hochmodernes Innovations- und Bildungscampus mit einem Innovationsvolumen von 100 Mio. Euro entstehen. Damit wird die größte organische Investition in der 130- jährigen Geschichte von ABB getätigt und gleichzeitig der Grundstein für etwa 1.000 neue Hightech-Arbeitsplätze in Österreich geschaffen. Der Fokus wird dabei auf dem Bereich der Industrie 4.0 liegen. Die Mitarbeiter werden künftig in der „Fabrik der Zukunft“ auf 35.000 Quadratmetern Maschinen, Vernetzungstechnik und Anlagen entwickeln, um eine voll automatisierte Produktion in vielen Industriezweigen zu ermöglichen. Ulrich Spiesshofer, CEO des Schweizer Technologiekonzerns ABB ergänzt weiter: „Wir werden Familien ansiedeln und junge Digitalfüchse mit erfahrenen Industriehasen zusammenbringen.“ Selbst seitens der Politik sorgt das für jede Menge Beifall. So zeigte sich Bundeskanzler Kurz angesichts der Investition „froh und dankbar“, LH Stelzers Motto „Willst du weiterkommen, musst nach Oberösterreich kommen“ wird ebenfalls ein weiteres Mal bestätigt. Kein Zweifel besteht daran, dass die zusätzlichen 1.000 Stellen bis zum Jahr 2022 besetzt sein werden. Alleine im Innviertel gibt es 100.000 Fachkräfte, auf die mit einer Mitarbeit bei ABB eine neue berufliche Herausforderung wartet.

 

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Hafner und Fliesenleger setzen Akzente bei Lehrlingswerbung und -qualifizierung

Der Nachwuchsmangel ist in jedem Lehrberuf spürbar — und er wird vor allem kleine und mittlere Betriebe noch länger beschäftigen. Besonders kräftig spürbar ist die Fachkräftelücke im Baubereich und in den baunahen Branchen. Aktuell bilden rund 100 Betriebe 104 Lehrlinge in den drei Lehrberufen Hafner, Ofenbau- und Verlegetechniker sowie Platten- und Fliesenleger aus. „Wir könnten aber wesentlich mehr aufnehmen, denn die meisten Betriebe suchen Lehrlinge“, betont Franz Trummer, Landesinnungsmeister der oö. Hafner, Platten- und Fliesenleger.

Die oö. Landesinnung sieht daher der Entwicklung nicht tatenlos zu und setzt neue Akzente in den Bereichen Lehrlingswerbung und –qualifizierung. Um die Ausbildungsbetriebe bei der regionalen Lehrlingssuche zu unterstützen, hat man eine auf den einzelnen Betrieb personalisierbare und auf die jugendliche Zielgruppe zugeschnittene Power Point Präsentation in modernem Design geschaffen. Mit diesem Tool können die Betriebe in den Schulen die spannenden Berufe Hafner, Fliesenleger, Keramiker sowie Ofenbau- und Verlegetechniker präsentieren.

„Besonders wichtig ist weiters eine stärkere Qualifizierung unserer Nachwuchskräfte, denn gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Fundamente jedes erfolgreichen Unternehmens“, nennt Trummer den Hintergrund für das neue Qualifikationsangebot für Lehrlinge. In Zusammenarbeit mit der Bauakademie OÖ wurden auf die einzelnen Lehrjahre inhaltlich abgestimmte zwischenbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen entwickelt. „Damit wollen wir den Jugendlichen ein Mehr an handwerklicher Routine und Geschick vermitteln. Denn die Routine ist es, die das Selbstvertrauen der jungen Menschen stärkt“, so Trummer. 

Durch einen finanziellen Zuschuss der Landesinnung können diese Ausbildungsmaßnahmen kostenlos in Anspruch genommen werden. Für die Mitgliedsbetriebe hat die Landesinnung zusätzlich Tools für die aktive Lehrlingswerbung in der Region entwickelt, beispielsweise eine auf jeden Betrieb personalisierbare Präsentation der verschiedenen Berufsbilder. 

Daneben werden gemeinsam mit der WIFI Unternehmerakademie auch verschiedene Workshops und Einzeltrainings angeboten, um auch die Ausbildungsbetriebe immer auf den Letztstand zu halten.

 

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Gute Jobs sind nicht immer offensichtlich 

Gerade kleine Unternehmen nutzen gerne den sogenannten versteckten Arbeitsmarkt, um neue Mitarbeiter zu aquirieren. Das heißt, sie vergeben die Jobs über persönliche Kontakte oder Netzwerke. Schätzungen zufolge werden gar zwei Drittel aller Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern über persönliche Kontakte oder Initiativbewerbungen besetzt. Ein weiterer Weg der Personalsuche erfolgt über Headhunter oder Personaler, die von den jeweiligen Firmen rekrutiert werden. Ein ansprechendes Profil auf beruflichen Netzwerken wie Xing ist daher schon die halbe Miete.  Je vollständiger und übersichtlicher dieses ist, desto besser sind die Chancen, dass Arbeitgeber darauf aufmerksam werden. Aber auch offline kann ein gutes Netzwerk sehr hilfreich sein. Suchen Sie deshalb neben dem Kontakt zu Freunden unbedingt das Gespräch zu ehemaligen Kollegen. Seien Sie geduldig. Bis ein geeigneter Job in Sicht ist, kann es oft Monate dauern. Wichtig ist es, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Bewerber sollten ihre freie Zeit stattdessen dafür nutzen, ihre Kompetenzen zu erweitern. Eine gute Möglichkeit bieten unter anderem Kurse und Weiterbildungen, die auch wiederum nützlich für Kontakte sind. Es hat geklappt und Sie sind zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden? Informieren Sie sich unbedingt im Vorfeld über das Unternehmen. Überlegen Sie sich gute Antworten auf typische Fragen wie  „Warum wollen Sie für unser Unternehmen arbeiten?“ Damit können Sie sich von vielen Kollegen abheben, denn ein Großteil der Arbeitssuchenden macht diese wichtige Hausaufgabe nicht. 

 

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Arbeiterkammer: Faire Bezahlung statt Almosen

Täglich kämpft das Experten-Team der Arbeiterkammer Salzburg darum, Beschäftigten zu ihren Ansprüchen zu verhelfen. Dabei geht es oft um sehr viel Geld. Ein Beispiel gefällig? Eine Salzburgerin musste fast rund um die Uhr hackeln, bekam aber nur einen Hungerlohn. Wir haben nachgerechnet und geklagt. Mit Erfolg: die Kellnerin erhielt fast 38.000 Euro. AK-Präsident Siegfried Pichler: „Faire Bezahlung für geleistete Arbeit ist eine Frage der Gerechtigkeit.“ Die Kellnerin ist leider kein Einzelfall. Wir helfen rund 200.000 Mal im Jahr. Allein im Arbeitsrecht erstreiten wir jährlich 3,5 Millionen Euro für die Menschen. Ohne den Rechtsschutz der AK wäre die Kellnerin um ihr Geld umgefallen. Denn einen Anwalt hätte sie sich nicht leisten können. Zum Vergleich: Die Stunde beim Rechtsanwalt kostet 220 bis 440 Euro – eine Rechtsschutzversicherung in etwa 200 Euro im Jahr. Die durchschnittliche AK-Umlage von 6,91 pro Monat dagegen beinhaltet ein Riesen-Schutzpaket – inklusive Konsumentenschutz, Hilfe bei Sozialversicherungsfragen, Jugend- und Lehrlingsschutz und vieles mehr. Wer ungerecht behandelt wird, hat in der Arbeiterkammer einen starken Partner. Wir helfen gerne!