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Kurz Notiert

 

„Diplomakademie Tourismus“:  Lehrabschluss im 2. Bildungsweg

Mit einer österreichweit einzigartigen Initiative gegen den Fachkräftemangel gehen die Fachgruppen Hotellerie und Gastronomie in der WK Salzburg gemeinsam mit der „Tourismus Akademie Salzburg“ an den Start. 

Der staatlich zertifizierte Diplomlehrgang für Tourismusberufe soll in nur zwei Jahren (22 Monate Lehrzeit im Betrieb, zwei kurze Theorieblöcke mit je vier Wochen) einen Lehrabschluss in den Berufen Koch, Restaurantfachmann bzw. Hotelkaufmann im zweiten Bildungsweg ermöglichen.

Die Kandidaten mit Mindestalter von 18 Jahren erhalten keine Lehrlingsentschädigung, sondern werden nach dem Kollektivvertrag (mind. 1.500,- Euro) bezahlt. Die theoretische Ausbildung erfolgt in zwei kompakten Blöcken am WIFI Salzburg bzw. in der Berufsschule.

Damit will man in Salzburg aktiv gegen den Fachkräftemangel anrudern und Maturanten, Hilfskräften und motivierten Erwachsenen eine attraktive berufliche Qualifizierungsmöglichkeit bieten.

„Die Gastronomie und Hotellerie bieten rund 40.000 Menschen in Stadt und Land Salzburg Arbeit - indirekte Arbeitsplätze, die vom Tourismus mitprofitieren sind nicht miteingerechnet!“ betont Spartenobmann Albert Ebner.

„Besonders in konjunkturell schwächeren Phasen hält der Tourismus die heimische Wirtschaft am Laufen“, spricht Projektinitiator Georg Imlauer, Obmann der Fachgruppe Hotellerie aus eigener Erfahrung. 

In den vergangenen zehn Jahren haben die Nächtigungen um fast 30% und die Ankünfte um knapp 50% zugenommen. In Euros ausgedrückt, steuert der Tourismus mit rund 4,5 Mrd. Euro direkter touristischer Wertschöpfung, 24% zum Salzburger Regionalprodukt, bei.

Knapp 1.000 Lehrlinge werden in Salzburgs Gastronomie und Hotellerie ausgebildet. Dennoch wird vehement gesucht. „Aktuell sind beim AMS Salzburg 436  gemeldete offene Lehrstellen in dieser Sparte. Mit dieser Aktion wollen wir neue Zielgruppen für die Lehre erschließen,“ betont Ebner. 

Das neue Modell könnte im ersten Jahr bis zu 50 Maturanten und Erwachsenen mit Berufserfahrung eine Chance geben, in verkürzter Lehrzeit eine erstklassige praktische und fachtheoretische Ausbildung auf neuestem Stand zu absolvieren.

Laut ersten Umfragen der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKS sind mehr als ein Dutzend Betriebe in  Salzburg dazu bereit, ab sofort mit dem neuen Ausbildungsangebot zu beginnen und Lehrlinge aufzunehmen. 

Förderungen über das AMS, Land Salzburg und die Wirtschaftskammer Salzburg sind möglich.

„Dazu hat die Wirtschaftskammer eine eigene Hotline eingerichtet“, erläutert Spartengeschäftsführer Dr. Reinhold Hauk. Für Anfragen von Bewerbern und Betrieben steht Karl Hodits unter der Tel. 0662/8888-247 zur Verfügung.


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Eggelsberg: ABB baut den Standort um 100 Mio. Euro aus 

Ulrich Spiesshofer, CEO des Schweizer Technologiekonzerns ABB präsentierte kürzlich ein gewaltiges Investitionspaket. An dem vor gut einem Jahr übernommenen Standort des Automations-Spezialisten B&R (Bernecker & Rainer) in Eggelsberg (Bezirk Braunau) soll ein hochmodernes Innovations- und Bildungscampus mit einem Innovationsvolumen von 100 Mio. Euro entstehen. Damit wird die größte organische Investition in der 130- jährigen Geschichte von ABB getätigt und gleichzeitig der Grundstein für etwa 1.000 neue Hightech-Arbeitsplätze in Österreich geschaffen. Der Fokus wird dabei auf dem Bereich der Industrie 4.0 liegen. Die Mitarbeiter werden künftig in der „Fabrik der Zukunft“ auf 35.000 Quadratmetern Maschinen, Vernetzungstechnik und Anlagen entwickeln, um eine voll automatisierte Produktion in vielen Industriezweigen zu ermöglichen. Ulrich Spiesshofer, CEO des Schweizer Technologiekonzerns ABB ergänzt weiter: „Wir werden Familien ansiedeln und junge Digitalfüchse mit erfahrenen Industriehasen zusammenbringen.“ Selbst seitens der Politik sorgt das für jede Menge Beifall. So zeigte sich Bundeskanzler Kurz angesichts der Investition „froh und dankbar“, LH Stelzers Motto „Willst du weiterkommen, musst nach Oberösterreich kommen“ wird ebenfalls ein weiteres Mal bestätigt. Kein Zweifel besteht daran, dass die zusätzlichen 1.000 Stellen bis zum Jahr 2022 besetzt sein werden. Alleine im Innviertel gibt es 100.000 Fachkräfte, auf die mit einer Mitarbeit bei ABB eine neue berufliche Herausforderung wartet.

 

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Arbeiterkammer: Faire Bezahlung statt Almosen

Täglich kämpft das Experten-Team der Arbeiterkammer Salzburg darum, Beschäftigten zu ihren Ansprüchen zu verhelfen. Dabei geht es oft um sehr viel Geld. Ein Beispiel gefällig? Eine Salzburgerin musste fast rund um die Uhr hackeln, bekam aber nur einen Hungerlohn. Wir haben nachgerechnet und geklagt. Mit Erfolg: die Kellnerin erhielt fast 38.000 Euro. AK-Präsident Siegfried Pichler: „Faire Bezahlung für geleistete Arbeit ist eine Frage der Gerechtigkeit.“ Die Kellnerin ist leider kein Einzelfall. Wir helfen rund 200.000 Mal im Jahr. Allein im Arbeitsrecht erstreiten wir jährlich 3,5 Millionen Euro für die Menschen. Ohne den Rechtsschutz der AK wäre die Kellnerin um ihr Geld umgefallen. Denn einen Anwalt hätte sie sich nicht leisten können. Zum Vergleich: Die Stunde beim Rechtsanwalt kostet 220 bis 440 Euro – eine Rechtsschutzversicherung in etwa 200 Euro im Jahr. Die durchschnittliche AK-Umlage von 6,91 pro Monat dagegen beinhaltet ein Riesen-Schutzpaket – inklusive Konsumentenschutz, Hilfe bei Sozialversicherungsfragen, Jugend- und Lehrlingsschutz und vieles mehr. Wer ungerecht behandelt wird, hat in der Arbeiterkammer einen starken Partner. Wir helfen gerne!